Ooor Herz

Das kann jetzt auch einfach nur wieder ein Zufall sein, aber immer wenn ich eine etwas höhere Dosis von meinen Abendmedis nehme und mich dann hinlege zum schlafen, scheint es mich zu stressen, welches sich durch Herzstolpern bemerkbar macht. (Eventuell weil ich mal durch eine höhere Dosis meine erste richtige Panikattscke hatte und deswegen eine Nacht ins Krankenhaus musste) vielleicht ist es ein Trigger.

Hinzu kommt, das ich den Abend auch wieder angespannt war. Hört sich banal an, aber ich habe meine Handyrechnung bekommen und habe diese aber nicht verstanden und mich gefragt, woher denn diese 2€ mehr herkommen. 

Ihr müsst euch das so vorstellen: ihr liegt im Bett und möchtet schlafen, kurz vor dem Einschlafen bekommt ihr Panik weil ihr das Gefühl habt keine Luft mehr zu bekommen. Bzw. als ob ihr vergessen hättet zu atmen. Es ist ziemlich beängstigend und ich muss mich echt zusammenreißen mich in diesem kurzen, starken Moment der Panik nicht kopfüber reinzuschmeißen.
Nach einiger Zeit,  glaube dieses  mal war es ne Stunde eineinhalb bin ich dann irgendwann auch eingeschlafen. Jetzt sitzt mir die Angst leicht im Nacken, das es wieder passiert.

Ich muss wieder mehr Entspannungsübungen einbauen und wieder mehr spazieren gehen.

P.S. Es könnte auch wieder eine Panikattscke gewesen sein.  Meine Blutwerte habe ich letztens erst kontrolliert, die sind vollkommen in Ordnung. Also kann es nur die Psyche sein.

Traum: Die Pocken

Manchmal fühlen sich Träume so an, als würden sie wirklich passieren.  So lebendig.  Schlimmer ist es dann noch, wenn es bekannte Orte sind. z.B das Haus, in dem ich wohne.

Ich meine mich daran zu erinnern (sicher bin ich mir nun jedoch nicht mehr) das jemand von meinen Nachbarn heute von zwei Leuten nach Hause gebracht wurde. Ich schaute um 7.15 an die Zimmerdecke, wo mir die Uhrzeit angezeigt wurde. Mein erster Gedanke dazu war “Vllt wurde die Person von der Polizei nach Hause gebracht”

Irgendwann da es im Hausflur einfach nicht leiser wurde, bin ich an meine Tür und habe durch den Spion gesehen und hatte komischerweise einen Hammer in der Hand. Vor der Tür standen zwei Schwestern mit Mundschutz und diesen alten Hauben auf dem Kopf, mit einer Liste in der Hand. Sie klopfen an meine Tür aber ich mache sie nicht auf.

“Ich glaube wir sind hier falsch”

“Nein. Ihr Name steht doch auf der Liste”

Panisch renne ich ins Schlafzimmer und ziehe mir schnell etwas anderes an, da ich Ihnen nicht in meinen Schlafsachen  die Tür aufmachen will. Haare kämmen? Ach scheiß drauf, und stecke schnell mein Handy in die Hosentasche.

Als ich Ihnen die Tür dann endlich öffne, drücken sie mir eine Mundschutzmaske in die Hand und eine überdimensionale Spritze in die Hand. Für den Tropf.

“Hä was? Was ist denn hier los?”

“Die Pocken”

“Sie dürfen das Gebäude nicht mehr verlassen”

. Alles sah plötzlich so anders aus. So wie zu den 50gern. Sichtlich verwirrt und panisch fragte ich mich, was denn nun mit meiner Mama ist und wie lange das jetzt dauert und generell und sowieso. An mit lief eine Frau vorbei an einem Tropf und mit einem EKG Gerät. 

Kurz danach wurde ich wach. Unruhig. Ich brauchte ein paar Minuten um wirklich zu realisieren, das es nur ein Traum war.

Das “Sie hat mich nicht mehr Lieb – Gefühl”

Früher, wenn ich von meiner Mama Ärger bekommen habe, sollte ich in mein Zimmer gehen und ja nicht raus kommen.  Wenn es ganz schlimm war, musste ich sogar in meinem Zimmer essen und durfte nur raus um ins Bad zu gehen.

Einher ging immer die Angst, das Sie mich jetzt nicht mehr Lieb hat. Weil ich böse war und sie mich in der Zeit auch nicht mehr mit dem Arsch angesehen hat oder mit mir geredet.

Genau dieses Gefühl und diese Angst, habe ich jetzt auch.  Darunter mischt sich aber auch Wut. Wut, das ich mich für das was meine Erkrankung betrifft immer noch Rechtfertigen muss. 

Auf der einen SEITE soll ich Eigenverantwortung übernehmen und auf der anderen Seite gibt sie mir zu verstehen “so aber nicht” 

Ich war noch nie eine Person die ruhig mit ihrer Mutter  über solche Dinge und Gefühle reden konnte.  Ich bin die, die jedes mal weint weil sie panische Angst hat verlassen zu werden.

2. Januar. 2017 Unruhe beginnt

Ich habe gelernt “Wenn du 14 Tage lang keine Unruhe verspürst, oder nur wenig, dann freue dich nicht zu sehr ” Denn seit gestern bin ich wieder Unruhig. Aber ich bin mit mittlerweile zu 98% sicher, daß es mit meinem Monatszyklus zusammenhängt. Ich schreibe mir die Unruhe-Phasen seit mehr als einem halben Jahr auf. Ich habe 10-14 Tage im Monat (meistens während und nach meiner Periode) in der es mir recht gut geht) und danach dann wieder die Unruhe.

Es ist sooooo nervig. Denn sie schränkt mich erheblich in meinem Alltag ein. Ich bin froh, wenn ich irgendwie in der Lage bin, den Haushalt zu schmeißen und zur Therapie zu fahren. Ansonsten bin ich an der Couch festgeklebt (hier bin ich sicher)

Seit dem 17.12. nehme ich morgens regelmäßig eine Tablette Mönchspfeffer. Mal schauen ob das was bringt. Habe das so mit meiner Frauenärztin abgesprochen, das ich es erstmal damit versuche. Und bist zum nächsten Termin, Ende Februar schaffe ich das auch noch. 

Bis dahin dann ein hoch auf Nervenzusammenbrüche, Anspannung, kalt sein und Durchfall \o/
Abends ist es meistens erträglicher aber auch nicht immer. In dieser Phase ziehe ich mich auch sehr zurück. 

2017

Und wieder ist ein Jahr vorbei. Nun beginnt mein drittes Jahr in Freiheit.

Freiheit im Sinne von, ich bin dem jahrelangen Missbrauch entflohen und habe vor nun “2” Jahren von vorne angefangen.

Damals hätte ich nie gedacht, das mein Leben und zu dem Zeitpunkt mein seelischer Zustand besser werden kann. 

Ich musste etwas los lassen, was mir auf der einen Seite, so viel bedeutet hat (Den Vater den ich nie hatte) und aber auf der anderen Seite mir beinahe das Leben genommen  hat  (der Missbrauch)

Ich fühlte heute Morgen um 0 Uhr eine innere Ruhe und Zufriedenheit wie ich so schon so lange in meinem LEBEN nicht mehr gefühlt hatte.

Ich fühlte mich als ob ich angekommen wäre. 

 2016 habe ich so viel erreicht. Ich habe Ziele die ich mir gesetzt habe, erfüllt. Ich habe mehr für mich eingestanden, meine Meinung geäußert und meinen Standpunkt vertreten. Entscheidungen getroffen, die ich treffen wollte und nicht die andere für mich hatten. 

Natürlich ist es noch nicht perfekt. Das kann ich in 2 Jahren auch nicht erwarten. Ich gebe immer noch allzu gerne die Verantwortung ab, lasse mich immer noch von anderen Beeinflussen was Dinge angehen, breche manchmal immer noch in Tränen aus, weil ich meine Bedürfnisse und Gefühle nicht klar ausdrücken kann/oder mich nicht traue aus Angst vor alten Gefühlen/Reaktionen.


Aber ich habe meinen inneren Frieden wiedergefunden; den ich 2006 verloren habe. 

Die Handwerker….

waren endlich da. Das Bad ist nun so weit in Ordnung. Oh mein Gott, was schlug mir das auf die Psyche. Und erst die psychosomatischen Symptome.

Übelkeit, schwindel, schnellere Atmung. 

Anstrengend war es. Die Angst, das ich aufs Klo muss, wenn die gerade im Bad sind, war present. Aber es ist nichts der gleichen passiert. Jetzt muss nur noch jemand am Montag zum schleifen kommen, und dann sind sie auch wieder weg.
Ich bin müde. Habe die letzten sieben Tage, Nachmittags nicht geschlafen, und das schlaucht ganz schön.

Ich freue mich nun auf mein Bett.

Gute Nacht.