Auf dem Absturz folgt der Magen

Mein Kopf ist, bis auf ein paar Gedanken recht gut. Leise. Die schlimmste Phase ist erstmal wieder vorbei. Nun habe ich mit meinem Magen zu tun. Natürlich. 

Der ganze psychische Stress seit Sonntag, die höhere Dosis an ibus, gegen Kopfschmerzen, die aber nicht geholfen hat und das Essen, welches ich gerade bei bin höher zu setzten. Sprich mehr zu essen. 

Morgens anstatt eine halbe Scheibe Brot eine ganze Scheibe. In zwei bis 3 Stunden tackt zu essen. Kleine Portionen, dennoch regelmäßig.  Viel zu trinken. Kaffee mach ich so wie mir gerade ist. Gestern waren es zwei heute keiner.

Die Übelkeit ist nach der Einnahme von Panthoprazol und ein vernünftiges Abendessen  (nicht nur Kartoffelpüree wie gestern) ein wenig besser. 

Schauen wir mal wie das Wochenende wird.

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Emotionales Fuckin CHAOS Runde 2

Angefangen hat es am Sonntag mit Schwindel und Übelkeit. Habe ich aber noch recht gut alleine hingekommen. Am Montag hat es mir förmlich den Boden unter den Füßen weggerissen. 

Meine Gedanken kreisten. Und kreisten und kreisten. Dinge die längst abgeschlossen sind, kommen wieder hoch, sv Druck ist immense, Angst davor in die Klinik zu müssen und gleichzeitig aber wollen, weil ich da nicht mit mir alleine bin. Ich habe Angst vor mir selbst. Angst davor das alles komplett den Bach runter geht. Angst davor das es so wird, wie es früher mal war. Auch wenn ich jetzt weiß, daß es nie wieder so schlimm wird wie früher. 

Ich bin zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage rationale Entscheidungen zu treffen. Bin überfordert mit mir und dem Leben. Ich habe sogar mit meinem Therapeuten reden müssen, oder eher wollen, weil ich meine Betreuerin nicht erreicht habe,  damit er mich wieder auf den Boden der Tatsachen bringt. Er hat sehr gut geholfen.

“Warum geht es Ihnen denn so  schlecht Frau Z?”

“Ja warum wohl. Es ist doch JEDEN MONAT DER SELBE SCHEIß. MEINE GÜTE. HABEN WIR SCHON SO OFT BESPROCHEN”

“Es hängt mit Ihrem Monatszyklus zusammen” (ich hatte ehrlich angenommen, das er es vergessen hat. Um so mehr rechne ich es ihm hoch an, das er es weiß)

“Ja. Ich denke schon. Ich will mit mir nicht alleine sein. Mit meinem Kopf. Ich will in die Klinik aber dann habe ich Angst versagt zu haben. Ich bin doch sonst auch immer recht gut damit zurecht gekommen, nur jetzt irgendwie nicht”

“Was halten Sie davon, wenn sie für ein zwei Tage zu Ihrer Mutter gehen. Einfach im eine vertraute Umgebung zu haben. Runter zu kommen?!”

“……… Auch da habe ich das Gefühl wieder zwei Schritte zurück zu machen”.

“Sie würden zwei Schritte zurück machen wenn sie als Notfall in die Klinik gehen würden. Verabreden Sie dich doch für Morgen mit jemanden. Hätten Sie da wen?”

“Ja theoret…… Gott ich muss die Wörter theoretisch und praktisch aus meinem Wortschatz streichen…..”

“Das können Sie machen. Wen könnten sie denn theoretisch fragen um sich morgen zu verabreden?”

” *lachen* eine Freundin kann ich fragen.”

“Dann würde ich Vorschlagen Sie machen das und wir reden Morgen noch einmal um zu schauen wie es Ihnen geht. Und gehen Sie ruhig zu Ihrer Mutter. Später oder auch schon jetzt, wenn es Ihnen hilft. Und sie melden sich dann im laufe des Tages  per SMS?”

“Ja gut. Können wir so machen……”

“Und wenn der SV Druck zu stark wird, melden Sie sich.”

“Ja ok. Danke”
Ich verbrachte zwei Tage bei meiner Mutter. Es tat unglaublich gut einfach jemanden um mich zu haben.  Meine Betreuerin habe ich diese Woche auch zwei mal gesehen. 

Ich habe bedenken, bezüglich einiger Dinge, die bald anstehen (eig ist es nur eine Sache) denn diese Sache fällt genau auf den Zeitpunkt wo meine Psyche wieder mal eine richtige B*tch sein wird. Meine Betreuerin sagte schon, das wir uns dann auch ruhig jeden Tag sehen können. Meinen Vater habe ich auch schon hinzugezogen. Mir schon mal mein Netz zusammenbasteln, falls ich Hilfe brauche.

Ein Wunder das ich es geschafft habe, regelmäßig zu Essen und mir auch essen zu kochen. Das ich die Grundbedürfnisse einigermaßen aufrecht erhalten kann. Duschen war ich übrigens Sonntag und das nächste mal Mittwoch. Ich denke ich versteht was ich damit sagen will xD

Ich schlag mich durch.  Irgendwie! Immer! Und auch die schlimmsten Tage gehen vorbei. Oder wie sagt man “Auch ein Tag hat nur 24 Stunden” Nur scheiße, wenn man die meiste Zeit davon wach ist 😀

Auge im Auge mit der Angst

Manchmal, da liegst Du auf der Couch, bist unruhig und angespannt, vielleicht wegen der Therapie oder wegen etwas anderem. Nämlich. Natürlich. Meine Verdauungsprobleme. Wie ihr einem anderem Eintrag entnehmen könnt, fragte mich mein Therapeut ob es wohl psychosomatisch ist.(Was ich bis jetzt immer noch nicht weiß. Das kann ich ja mit Ihm klären)  Ich verneinte dies. Er stellte mir auch einige Fragen die ich ebenfalls verneinte, bis heute.

Es ist der Moment, indem die Wut überhand nimmt, weil Du einfach nur noch die Schnautze voll hast, da zu liegen, und dir deinen Kopf darüber zermatern, was denn Morgen ist, wenn ich zur Therapie fahre oder egal wohin. Was passiert wenn ich arbeiten gehe und wieder diese Probleme habe? Die Schule hat deswegen schon darunter gelitten.

Ja worunter denn nun? Es sind nicht die Verdauungsprobleme an sich, es sind die Bauchschmerzen, es ist die blanke Angst davor, das ich irgendwohin fahre. Bauchschmerzen bekomme, die die Angst dann triggert und dann wenn es nötig ist, ist keine Toilette da da ist.

Angst davor, meinen Darm nicht kontrollieren zu können?! Unter anderem sind mir noch 3 Vorfälle eingefallen die damit zu tun haben .

  • Klinikaufenthalte 2012, die ich aufgrund dieser Angst abgesagt habe. Denn ich habe unter anderem auch ein Problem damit umzugehen, wenn andere um mich rum sind. Ich möchte nicht zeigen, wie schlimm es mir dann geht, ich will weinen und zeige dies nicht gerne. Ich schäme mich dafür, das ich Angst habe vor so etwas.
  • 2013 zwei Besuche bei meinen Großeltern in England, die aufgrund von diesen Verdauungsproblemen frühzeitig beendet werden mussten. Bedeutet im Klartext; das ich da war und nach 5 Tagen wieder nach Hause wollte, denn nur dort “bin ich sicher” dort habe ich “meine” Toilette und kann jederzeit gehen wenn ich muss.
  • Nach einiger Zeit fing ich an, meinen Tag danach zu planen ob es Toiletten gibt. Bedeutet wenn mein Vater z.B. irgendwohin fahren wollte mit mir, in eine Gegend die ich nicht kannte und ich nicht weiß ob es dort eine Toilette gibt habe ich im Nachinein unter Tränen absagen müssen. Ich wollte gehen. Ich hatte aber Angst und bin dort auch eher auf Unverständnis? gestroßen……. Obwohl wir jeder Zeit an einer Tankstelle oder ähnliches hätten halten können, aber was ist wenn ich es bis dahin nicht schaffe?

Diese Gedanken schränken mich in meinem Leben ein. Zwar ist es besser geworden. Es sind nur noch 3-7 Tage alle 3-4 Wochen, und die restliche Zeit habe ich es dann doch ganz gut im Griff. Aber es stört mich dennoch. Ich mache mir in der Zeit Gedanken über absolut alles. Meine Zukunft, was sage, ich wenn jemand spontan etwas mit mir machen möchte, dann kann ich nicht. Weil ich Angst habe.

DAdruch resultiert mein Problem mit dem Essen. Wenn ich nicht esse, bekomme ich keine Bauchschmerzen, dadruch muss ich nicht auf Toilette. Aber dadurch das ich nichts Esse oder nur dann, wenn ich wieder zuhause bin, fühle ich mich schlapp, ich habe hunger, bin schlecht gelaunt und habe kaum Energie. Was für ein Teufelskreis!

Angst Angst Angst, mein Leben besteht verdammt oft aus ANGST!

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Raus! spontan 

​Ich bin heute aus meinem Schneckenhaus raus und eine Freundin war zu Besuch.  Dann sind wir noch spontan zu ihr gefahren, da sie ihren Hund nicht so lange alleine lassen wollte. Dort habe ich dann sogar noch eine Kleinigkeit gegessen. Gegen 20 Uhr waren wir noch spazieren und auf dem Weg nach Hause noch kurz bei einem Pferd. Ich fand es toll. Schön mal nach 20 Uhr noch draußen unterwegs zu sein ♡ Ein toller Tag geht zu Ende.  Ich freue mich auf mein warmes Bett.