Was? Was ist denn mit der Angst geworden?

So. Oder so ähnlich stelle ich mir manchmal die Frage. In den letzten 2 Wochen, habe ich drei Dinge getan, die mir in irgendeiner Weise Angst machen, oder die mit viel Anspannung zu tun haben.

1. War ich endlich nach 2 Jahren mal wieder auf unserer Gothic Party. Ich habe mich mit einem guten Freund verabredet. Am Samstag den 14.10 kam er dann um 20 Uhr zu mir.  Den ganzen Tag über war ich ziemlich nervös und bin viel hin und her gelaufen. Habe zwischendurch aufgeräumt, geduscht und war sogar noch Einkaufen. Playstation habe ich dann auch noch ein wenig gespielt.

Wir saßen auf der Couch und haben uns gut unterhalten über dies und jenes. Gegen 22 Uhr sind wir dann gefahren und ich war angespannt. Angespannt weil ich irgendwo gehofft habe, jemanden bestimmtes zu sehen. Aber er war nicht da. Irgendwie… schade.

Die Party an sich war toll. Viiiel gelacht und getanzt. Einfach mal wieder einen Abend unter Freunden genossen. Ok. Eigentlich sind es eher Bekannte. Aver es war dennoch super schön.

2. Donnerstag……. 19. Oktober.

Soll ich soll ich nicht? Soll ich soll ich nicht?…… gooooott. Kann doch nicht so schwer sein. Mach jetzt. Stups ihn doch einfach bei Facebook an und schau was passiert. 2017 ist das Jahr in dem du Dinge mache, die dir Angst machen”

Gesagt und dann auch gleich getan   Was war ich nervös und was war ich am zittern. Es ist jemand, den ich sehr mag und wir kannten uns schon 2014 und hatten auch was. Nur es hat durch andere Umstände zu dem Zeitpunkt einfach nicht funktioniert. Und ich wollte für mich die Sache endlich geklärt haben  obwohl ich meinem Thera sagte Mit Leuten aus der Zeit möchte ich nichts zu tun haben. Ich möchte neu anfangen”

Ob er schon wusste das ich ihn kontaktieren würde? Als der Thera?

Naja. Aufjendefall meldete sich Person x und wir haben 2h telefoniert.  Und uns dann jetzt am Montag getroffen.

2.1. Er sieht immer noch wahnsinnig gut aus. Verdammt Scheiße. 

2.2 Er weiß wie ich empfinde 

2.3. Er ist in einer Beziehung

2.4. Es tat doch ganz schön weh

Und 2.5. Das was denke ich an wichtigsten ist. Wir haben absolut keine Gemeinsamkeiten und haben uns in den drei Jahren vollkommen auseinander gelebt 

Ich habe die Sache nun für mich geklärt und bin froh mich doch noch getraut zu haben. So kann ich mit der Sache abschließen. 

3. Am Samstag den 21.10 war ich mit P.  im Kino und wir haben ES geschaut von Stephen King. Der Film war mega gut. Viel gelacht und auch viel erschreckt. P und ich haben uns auch besser verstanden als beim ersten Treffen und waren beide wesentlich entspannter.

Mich meinen Ängsten und Unruhe gestellt. Und ich bin einfach mega stolz.

Advertisements

Und sie flossen 

Der heutige Tag war durchzogen von Unruhe und sehr hoher Anspannung. Eine Stunde bevor es los ging zur Therapie, bekam ich erstmal  Verdauungsprobleme. Sehr schön.  Ich hatte zwei Möglichkeiten obwohl die erste gar nicht wircklich in Betracht kam. Dennoch spukte sie mir im Kopf herum.  

1. Ich sage die Therapie ab, weil es kann ja sein, das ich noch mehr Durchfall bekomme.

2. Ich gehe dennoch und riskiere es. Im Zug habe ich ja auch Toiletten wenn es gar nicht geht. 

Also Möglichkeit 2 wurde auch umgesetzt und ich hatte keine Probleme mit der Verdauung. Nur Kopfschmerzen und hohe Anspannung mit schneidedruck. Im Zug musste ich weinen. Eine Freundin hat  angeboten das wir telefonieren können. Was auch echt gut tat. 

In der Sitzung konnte ich auch Gefühle zulassen und weinen.  Ich habe wahnsinnige Angst davor erwachsen zu werden. Angst davor das ich alleine sein werde. Da ich in so vielen schwierigen Situationen alleine war. Als mein Vater krank wurde, der Missbrauch mit den Cousin und dann der von dem Ex-Freund meiner Mutter.  Ich könnte teilweise kaum aufhören zu weinen. Und wenn ich ehrlich bin, wollte ich es auch nicht. Ich lasse zu selten solche Gefühle zu in der Therapie. Also wollte ich sie nicht gleich wieder versuchen “wegzudrücken”  Ich habe Angst ihn nicht mehr zu haben, wenn es mir wieder gut geht. Was ja aber auch irgendwann der Fall sein wird.

Ich habe nun eine neue Metapher für meine Sammlung. Eine mit Jim Knopf und den “Schattenhaften Riesen” 

“Je näher sie dem Rieden kamen umso kleiner würde er”

Und genauso soll ich es auch mit der Unruhe handhaben. Mit dem Gefühl  das ich es alleine nicht schaffe. Denn genau das ist es. Es ist ein Gefühl. Aber ich bin nicht das Gefühl. Ich kann immer noch entscheiden ob ich diesem Gefühl mehr Raum gebe oder Dinge machen, die ich sonst auch mache. 

T: “Indianer kennt kein….”

Ich: “Schmerz”

T: “Warum Schmerz?”

Ich: “Wie warum Schmerz? So geht doch der Spruch” 

(Ich bekomme Leider den Zusammenhang nicht hin. Scheiße.)
Ich bin wenn es .mir schlecht geht oder ich angespannt, ziemlich distanziert. Er musste mir einiges aus der Nase ziehen. Als er mich geholt hat, da ich immer im Wartezimmer sitze und er seine Klienten rein holt, hab ich wohl total laut geschnauft. Was bei meinem Gegenüber sehr irritieren sein kann und diese sich Fragen ob sie etwas falsch gemacht haben.

Anschließend war ich noch bei meinen Vater. Es war “OK”. Da es mir nicht gut ging und ich immer noch Angespannt war und es eventuell auch noch leicht bin, wegen Morgen. Er hat mich dann später nach Hause gefahren. 

Kopfschmerzen habe ich immer noch. Obwohl ich nun zwei mal Kopfschmerztabletten genommen habe. Aber kaum was vernünftiges gegessen.  

Der Nachbar ist auch ziemlich laut beim zocken -.-

Morgen dann Freizeitpark  und Freitag kommt eine Freundin vorbei.

Emotionales Fuckin CHAOS Runde 2

Angefangen hat es am Sonntag mit Schwindel und Übelkeit. Habe ich aber noch recht gut alleine hingekommen. Am Montag hat es mir förmlich den Boden unter den Füßen weggerissen. 

Meine Gedanken kreisten. Und kreisten und kreisten. Dinge die längst abgeschlossen sind, kommen wieder hoch, sv Druck ist immense, Angst davor in die Klinik zu müssen und gleichzeitig aber wollen, weil ich da nicht mit mir alleine bin. Ich habe Angst vor mir selbst. Angst davor das alles komplett den Bach runter geht. Angst davor das es so wird, wie es früher mal war. Auch wenn ich jetzt weiß, daß es nie wieder so schlimm wird wie früher. 

Ich bin zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage rationale Entscheidungen zu treffen. Bin überfordert mit mir und dem Leben. Ich habe sogar mit meinem Therapeuten reden müssen, oder eher wollen, weil ich meine Betreuerin nicht erreicht habe,  damit er mich wieder auf den Boden der Tatsachen bringt. Er hat sehr gut geholfen.

“Warum geht es Ihnen denn so  schlecht Frau Z?”

“Ja warum wohl. Es ist doch JEDEN MONAT DER SELBE SCHEIß. MEINE GÜTE. HABEN WIR SCHON SO OFT BESPROCHEN”

“Es hängt mit Ihrem Monatszyklus zusammen” (ich hatte ehrlich angenommen, das er es vergessen hat. Um so mehr rechne ich es ihm hoch an, das er es weiß)

“Ja. Ich denke schon. Ich will mit mir nicht alleine sein. Mit meinem Kopf. Ich will in die Klinik aber dann habe ich Angst versagt zu haben. Ich bin doch sonst auch immer recht gut damit zurecht gekommen, nur jetzt irgendwie nicht”

“Was halten Sie davon, wenn sie für ein zwei Tage zu Ihrer Mutter gehen. Einfach im eine vertraute Umgebung zu haben. Runter zu kommen?!”

“……… Auch da habe ich das Gefühl wieder zwei Schritte zurück zu machen”.

“Sie würden zwei Schritte zurück machen wenn sie als Notfall in die Klinik gehen würden. Verabreden Sie dich doch für Morgen mit jemanden. Hätten Sie da wen?”

“Ja theoret…… Gott ich muss die Wörter theoretisch und praktisch aus meinem Wortschatz streichen…..”

“Das können Sie machen. Wen könnten sie denn theoretisch fragen um sich morgen zu verabreden?”

” *lachen* eine Freundin kann ich fragen.”

“Dann würde ich Vorschlagen Sie machen das und wir reden Morgen noch einmal um zu schauen wie es Ihnen geht. Und gehen Sie ruhig zu Ihrer Mutter. Später oder auch schon jetzt, wenn es Ihnen hilft. Und sie melden sich dann im laufe des Tages  per SMS?”

“Ja gut. Können wir so machen……”

“Und wenn der SV Druck zu stark wird, melden Sie sich.”

“Ja ok. Danke”
Ich verbrachte zwei Tage bei meiner Mutter. Es tat unglaublich gut einfach jemanden um mich zu haben.  Meine Betreuerin habe ich diese Woche auch zwei mal gesehen. 

Ich habe bedenken, bezüglich einiger Dinge, die bald anstehen (eig ist es nur eine Sache) denn diese Sache fällt genau auf den Zeitpunkt wo meine Psyche wieder mal eine richtige B*tch sein wird. Meine Betreuerin sagte schon, das wir uns dann auch ruhig jeden Tag sehen können. Meinen Vater habe ich auch schon hinzugezogen. Mir schon mal mein Netz zusammenbasteln, falls ich Hilfe brauche.

Ein Wunder das ich es geschafft habe, regelmäßig zu Essen und mir auch essen zu kochen. Das ich die Grundbedürfnisse einigermaßen aufrecht erhalten kann. Duschen war ich übrigens Sonntag und das nächste mal Mittwoch. Ich denke ich versteht was ich damit sagen will xD

Ich schlag mich durch.  Irgendwie! Immer! Und auch die schlimmsten Tage gehen vorbei. Oder wie sagt man “Auch ein Tag hat nur 24 Stunden” Nur scheiße, wenn man die meiste Zeit davon wach ist 😀