Schriftliche Prüfungen… + Checkliste

sind endlich geschrieben. Waren sie gut? Ich denke nicht. Biologie und Englisch können noch ok werden, aber bei Pädagogik habe ich total verhauen. Ich konnte die Theoretiker nicht. Schäfer und Erikson. Habe nur drei Seiten geschrieben, was für Pädagogik echt wenig ist. Eigentlich gar nichts.

Nach der letzten Klausur am Freitag, war ich dann noch bei meinem Therapeuten. Und war so gut wie gar nicht nervös. Das war mal sehr gut. 

Ich habe kurz angesprochen, das mein Vater mit gar nicht “Viel Glück” gewünscht hat und ich es ziemlich blöd finde. Nun ja……… Wenn ich auch vom Abitur Rede, es wäre es mir nicht wichtig, ist es klar das sich andere Menschen nicht darum kümmern. Wäre es mir wirklich wichtig gewesen, hätte ich mehr darüber geredet, z.B. das ich im Prüfungsstress bin ect. 

Mein Therapeut meinte 

 “Wenn sie genauso lässig über das Abitur reden, wir hier, dürfen sie sich auch nicht wundern das es niemand anderes tut” 

Recht hat er.

Anschließend haben wir über den weiteren Verlauf der Traumatherapie gesprochen. Die “Checkliste der Traumatherapie”

Wo wir eventuell noch einmal genauer hinschauen können oder sollten. Wir haben über Befürchtungen gesprochen. Sagte ihm das ich Angst habe zu weinen mit der Begründung, das es ein Moment ist an dem ich am verletzlichsten bin und man diesen Moment genutzt hat um mich zu manipulieren. Und das ich Angst habe, das genau das selbe passiert.

“Das was passiert?”

“Ja… Sie wissen schon. Muss ich das laut aussprechen? *unsicheres Lachen*”

“Das ihnen genau das passiert was ihnen schon passiert ist. Das ich Sie missbrauche”

“Ja……. Ich weiß das es nicht so ist”

“woher wissen Sie das?”

“Naja Sie vermitteln Sicherheit und so”

“Vertrauen und Sicherheit?!”

“Ja genau…”
Ich habe Angst davor, Gefühle zuzulassen, ich schäme mich, habe Schuldgefühle weil ich weine….. Es wird noch ein langer weg

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Was dir wichtig ist,

das vergisst man nicht. Zum mindest wurde mir das früher gesagt. Das ich für meinen Vater nicht wichtig bin, hat er ja über die Jahre hinweg bewiesen. Trotzdem habe ich, blöde, immer wieder mal die Hoffnung, das er sich ändert. 

Aber, da ich ja nicht mal weiß, was bei denen so ansteht oder auch passiert, weil mich niemand an den ihren Leben mehr teilhaben lässt, und ich auch nicht mehr Nachfrage, kann ich mit dem “Vllt ändert sich ja was -Getue” aufhören.


Denn….. Mein Vater hat sogar vergessen das seine älteste Tochter Abitur Prüfungen schreibt. Da war kein “Viel Erfolg, das schaffst du” “Oder ich bin stolz auf dich, das du so weit gekommen bist”
Da kommt absolut rein GAR NIX. 

(Leider haben wir ausgemacht das wir Samstag einkaufen gehen. Am liebsten würde ich sagen nein, aber nun denn)

Abitur

Morgen ist der Beginn meiner schrifichen Prüfungen und ich bin auf keine vorbereitet. Und ich meine wirklich nicht vorbereitet 

Ist es meine Schuld? Ja. Ich hatte schließlich drei Jahre lang Zeit mich darauf vernünftig und in Ruhe vorzubereiten. Und für drei Fächer in 2 Wochen zu lernen, funktioniert einfach nicht. 

Wenn dann noch die Psyche ins Spiel kommt, klappt einfach gar nix. Bei starker innerer Unruhe, bin ich gerade mal so in der Lage etwas zu trinken und mich ab und an, wenn nötig ins Bad zu begeben. Alles andere bleibt komplett auf der Strecke. Der Haushalt, die Verpflichtungen, das lernen. 

Mein Kopf sagt mit immer “du darfst nichts anderes machen, außer auf der Couch zu liegen. Denn sonst wird deine Unruhe viel viel schlimmer”

Hinzu kommt auch noch, das ich einfach absolut keine Lust mehr habe auf die Schule. Das hatte ich schon vor den Sommerferien nicht mehr und auch davor schon nicht mehr. Es ist viel zu viel Stress und meine Psyche hat einfach schon genug Baustellen an denen gearbeitet werden muss.

Ich fange Morgen mit Biologie an und kann absolut gar nichts von all dem. Also werde ich irgend einen Mist schreiben (um keine leeren Blätter abzugeben) und die Zeit “absitzen” ich werde mir Kekse mit nehmen, die kann ich dann wenigstens Essen.
Nach der Klausur, gehe ich noch in die Stadt und hole das neue Fitzek Buch ab. Der einzige Lichtblick für morgen 😉

Ich mache drei Kreuze wenn die Prüfungen vorbei sind. Ich hab nicht mal angefangen und jetzt schon keine Lust morgen früh, aufzustehen und aus dem Haus zu müssen.

Aber hey, ich möchte es wenigstens versuchen, ob ich nicht doch bestehe

Gute Nacht 

Noch 44 Stunden

Wenn ich mich nicht verrechnet habe (was ich sehr gut kann) sind es noch knapp 44 Stunden bis zu meinen Abiprüfungen. Meine Nerven liegen blank. Alleine der Gedanke überfordert mich und ich will am liebsten GAR nicht mehr das Haus verlassen. Ich bin seit Wochen, wenn nicht sogar Monaten angespannt. Und mein Körper reagiert darauf, wie immer mit Unruhe und Durchfall. Daraus resultiert der Stress mit dem Essen.

Je weniger ich Esse, desto weniger Bauchschmerzen und Durchfall bekomme ich. Allerdings je weniger ich Esse um so schwächer, und schlapp fühle ich mich. Der wahre Teufelskreis.

Ich weine viel, setzte mich mit dem lernen unter Druck, bin angespannt und kann deswegen einfach nicht lernen, deswegen habe ich Angst vor den Prüfungen. Möchte sie aber auch endlich hinter mich bringen ;/ Widerspruch? Neeeeeein 😀

Meine Nerven und mein Körper können einfach nicht mehr und ich will auch nicht mehr. Aber ich bin nun so weit gekommen, und werde es jetzt nicht, wegen meines Körpers abbrechen. Es gab auch schon normale Klausuren, bei denen ich genau die selben Probleme hatte wie jetzt. Also los! Nicht mehr lange
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Morgen habe ich auch noch eine Vorstellung beim Medizinischen Dienst. Deswegen bin ich auch ein wenig nervös. Auch wenn es da keinen Grund gibt, denn meine Betreuerin kommt ja mit.

Mittwoch nach meiner Bio Klausur werde ich erstmal das neue Fitzek Buch abholen \o/ und am Freitag sind die schriftlichen Prüfungen vorbei. So lange schaffe ich das noch. 

Freitag Nachmittag habe ich Therapie, welches mich echt freut. So wird die Anspannung und der Stress gleich etwas abgefedert und fühlt sich nicht so überwältigend an. 

Freitag wird dann auch das neue Fitzek Buch gelesen 🙂
Haltet durch, ihr schafft das<3 

Meine Betreuerin

Ich bin jetzt schon eine Weile in Betreuung und ich wüsste nicht, was ich ohne Sie machen würde. Sie erledigt mit mir Behördengänge, da mich diese schon bei dem bloßen Gedanken, einfach nur stressen. Wir reden über alles mögliche. Lachen viel und erarbeiten zusammen Möglichkeiten, um etwas leichter zu machen.

Ein Beispiel ist meine Unruhe und mein Kopf der mir dann sagt, “ich darf keine Dinge tun, die mir Spaß machen”

Ich werde mir nun etwas an die Wand kleben mit den Zeilen

“Lieber Kopf, Scheiß auf die Unruhe, und mach was Dir Spaß macht. Liebe Grüße Valeria”

Ob es etwas bringt ist die andere Sache, aber probieren möchte ich es trotzdem (: